Pressemitteilung: Agenda Kino zeigt Dokumentation „Albtraum Atommüll“ zum Tschernobyl-Jahrestag am 26. April im Broadway Filmpalast Trier

By | 17/04/2017

Am 26.04.2017 um 19.30 Uhr zeigt die Lokale Agenda Trier in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz die Dokumentation „Albtraum Atommüll“ von Eric Gueret im Broadway Filmpalast in der Paulinstraße in Trier. Der Film wird im Rahmen der Agenda Kino Reihe gezeigt. Im Anschluss gibt es einen Infostand im Foyer sowie ein Nachgespräch mit Diskussionsmöglichkeit mit den Filmpaten Antiatomnetz und Greenpeace Trier.

Vor über 30 Jahren ereignete sich die Atomkatastrophe in Tschernobyl in der heutigen Ukraine. Anlässlich des Jahrestages soll der Fokus auf ein weniger spektakuläres, aber nicht weniger gefährliches Thema gelenkt werden, den Atommüll, der uns und unsere Nachkommen noch für Hunderttausende Jahre beschäftigen wird.

Endlagerstätten, die mit Wasser voll laufen. Illegal und unter freiem Himmel in Sibirien eingelagerter französischer Atommüll. Schwer umkämpfte Castor-Transporte: Atommüll ist und bleibt die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr verdrängter Alptraum. Die Wissenschaft findet keine annehmbaren Lösungen, die Industrie versucht zu beschwichtigen, die Bevölkerung hat offenbar berechtigte Ängste und die Politik meidet das Thema. Gibt es eine Antwort?

In Zeiten der Angst vor den Folgen der Erderwärmung versuchen Industrielle und Politiker Atomkraft wieder hoffähig zu machen. Gegner und Befürworter streiten darüber, ob diese Form der Energie, in den meisten europäischen Ländern bereits aufgegeben, wieder genutzt werden soll. Im Zentrum der Debatte steht nicht der Super-Gau, sondern die alltägliche, gänzlich ungelöste Frage des Atommülls.

In Frankreich, Deutschland, den USA und Russland sucht das Filmteam in Gesprächen mit Beschäftigten der Atomindustrie und Atomkraftgegnern sowie Vertretern aus Politik und Industrie erstmals systematisch nach Antworten auf Fragen, die entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft der Menschheit betreffen.

Zur Filmvorführung am 26. April bieten das Antiatomnetz und Greenpeace Trier als Filmpaten im Anschluss an die Dokumentation einen Infostand und ein Nachgespräch mit Diskussionsmöglichkeit an.

Tickets unter broadway-trier.de