Obscurage November/Dezember 2019

By | 16/12/2019
Allgemeine Hinweise zum Verständnis der „Eclairages“

In dieser Spalte findet Ihr meine ganz persönliche Einschätzung dessen, was da in den Verlautbarungen steht. Vor allem der propagandistische Zweck geht gut aus den nicht informativen Teilen hervor, die dann an dieser Stelle nicht übersetzt, sondern kommentiert werden.
Eclairage vom 30.11.-6.12.
Produktion Alle 4 Blöcke sind in Betrieb.
Signifikante Vorkommnisse Block 2: Am 2.12. wurde der ASN ein Sicherheits-Vorkommnis der Stufe 0 gemeldet, weil einer der beiden Notkompressoren in einem regelmäßigen Test nicht funktionierte. Der andere funktionierte. Block 3: Am 4.12. wurde ein Vorkommnis der Stufe 0 gemeldet, weil ein von der Hitze beschädigtes Kabel entdeckt worden war. Dieses Kabel versorgt eine Absperrventil mit Strom. Das beschädigte Kabelstück wurde ersetzt. Am 2.12. wurde der ASN ein Strahlenschutz-Vorkommnis gemeldet. Während eines Reinigungsvorgangs bei einer vorgeschriebenen Untersuchung eines Sumpfs wurde bei einem Intervenierenden die nach seiner Arbeitsregelung zulässige Höchststrahlendosis überschritten.






Auch wenn keine „Inspektion“ läuft, werden für die Drecksarbeiten offensichtlich Leiharbeiter („Intervenierende“) eingesetzt, bei denen man dann auch bezüglich der Strahlendosis nicht so genau hinguckt.
Kasten rechts: Besuch von Vertretern eines Instituts für Wissenschaft und Technologie
Eclairage vom 23.-29.11.
Produktion Alle 4 Blöcke sind in Betrieb.


Aktuelles Eine Gruppe von Beschäftigten des EDF-Kundendiensts Nancy war zu Besuch.

Kasten rechts: Die Nuklearberufe In Cattenom arbeiten fast 1350 EDF-Beschäftigte und 795 Beschäftigte von Dienstleistungsunternehmen. Die Anforderungen in den Nuklearberufen sind sehr anspruchsvoll. Während der Inspektionen verstärken dann 600-3000 Beschäftigte von Dienstleistungsunternehmen die Belegschaft. Die Leiharbeiter werden immer mehr, die Zahl der Festangestellten stagniert. Ich verstehe das so, dass im normalen Betrieb die Festangestellten noch in der Mehrheit sind, während der Inspektionen (und es laufen ja fast dauernd welche) aber schon in der Minderheit. Und gerade bei den Leiharbeitern dürfte es sehr zweifelhaft sein, ob sie den „hohen Anforderungen“ gerecht werden können. Ihr großer Vorteil dürfte darin bestehen, dass sie auch die gefährlichen Drecksarbeiten nicht ablehnen können (siehe oben).