Das AKW Cattenom und das Atommüllproblem der EDF

Von | 18/02/2021

Der Atomstromkonzern EDF und damit auch der französische Staat wissen nicht mehr wohin mit dem Atommüll aus 56 aktiven Reaktoren an 19 Standorten und 14 stillgelegten Reaktoren (bisher ohne Rückbau):

  • Die Plutoniumfabrik La Hague (WAA) für abgebrannte Brennelemente hat 93% ihrer Atommülllagerkapazität ausgeschöpft, obwohl radioaktive Flüssigkeiten in den Ärmelkanal geleitet werden.
  • Ein an der Loire bei Belleville geplantes zentrales Lagerbecken für angebrannte Brennstäbe darf nicht gebaut werden – die Loire ist bereits durch die vorhandenen AKW stark mit radioaktivem Tritium belastet.
  • Es gibt Widerstand gegen den bereits begonnenen Bau eines Zwischenlagers für Atommüll aus stillgelegten Reaktoren beim AKW Bugey nahe der Schweizer Grenze.
  • Das geplante Atomendlager bei Bure nahe der deutschen Grenze ist immer noch nicht offiziell genehmigt, obwohl dort schon Rodungs- und Infrastrukturarbeiten durchgeführt und die Gegner des Projekts kriminalisiert werden.