Leserbrief: Dass Cattenom noch jahrzehntelang am Netz bleibt ist noch nicht ausgemacht

Zum Artikel „Cattenom bleibt am Netz – und das noch jahrzehntelang“ im Trierischen Volksfreund:

Dass Cattenom noch jahrzehntelang am Netz bleibt ist noch nicht ausgemacht. Abgesehen von einem größeren Unfall der den Betrieb der Pannenreaktoren wie in Tschernobyl oder Fukushima beenden würde  – und damit auch das Leben in der Großregion, sind es auch handfeste finanzielle Probleme von EDF und des hochverschuldeten französischen Staats, die die unrealistischen AKW-Baupläne und Laufzeit-Verlängerungen grundsätzlich in Frage stellen. Hinzukommt der jetzt zunehmende Widerstand in der Großregion: in Luxemburg haben sich zahlreiche Gemeinden gegen Cattenom zusammen geschlossen – ein Vorbild für das Saarland und Rheinland-Pfalz, die Landesregierungen prüfen ihre Einspruchsmöglichkeiten und die Antiatombewegung ist in den Startlöchern die Risikoverlängerung für die Bevölkerung aufzuhalten. Die Pannenserien und Störfälle, der mangelnde Schutz gegen Flugzeugabstürze und Terroranschläge, die zunehmenden Kühlprobleme durch den Klimawandel und die Zerstörung des Ökosystems Mosel sind schon beim Status Quo unverantwortlich. Teure Abrisskosten und ungelöste und immens teure und gefährliche Endlagerprobleme die wir kommenden Generationen hinterlassen kommen hinzu. Es ist ein Irrsinn wenn Teile von CDU/CSU und die AfD den Rückfall ins Atomzeitalter propagieren trotz Unwirtschaftlichkeit und den klimaschädlichen CO-2-Ausstoß bei Urangewinnung und Brennelementeherstellung. Wer keine Risikoverlängerung will, weiß also auch hier, wenn er nicht wählen sollte. Cattenom Laufzeitverlängerung? – Nein Danke!

Trier, 17.02.2026
Markus Pflüger