PRESSEMITTEILUNG: 15 Jahre Fukushima: Mahnwache in Trier sammelt massiv Unterschriften gegen Cattenom – Bündnis wächst weiter

Trier, 19. März 2026. Trotz regnerischen Wetters demonstrierten am 11. März, dem 15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima, zahlreiche Menschen bei einer Mahnwache „Am Pranger“ in Trier gegen die geplante Laufzeitverlängerung des französischen Atomkraftwerks Cattenom. Die Aktion des Bündnis STOPP CATTENOM in Trier, initiiert vom Antiatomnetz Trier, dem BUND Rheinland-Pfalz und dem MAUS e.V., traf auf großes öffentliches Interesse – auch der SWR berichtete in den aktuellen Fernsehnachrichten über den Protest in der Trierer Innenstadt.

Das überparteiliche Bündnis zog auf der Mahnwache eine beeindruckende Zwischenbilanz: Innerhalb von nur fünf Wochen haben bereits rund 6.000 Bürgerinnen und Bürger die Petition der Kampagne „STOPP CATTENOM“ unterzeichnet. Das grenzüberschreitende Unterstützernetzwerk wächst rasant und umfasst nach kürzester Zeit mittlerweile schon deutlich über 30 Organisationen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Darunter sind auch schwergewichtige Akteure wie die großen Umweltverbände BUND Rheinland-Pfalz, Greenpeace Luxembourg, das Mouvement Ecologique (Lux.) sowie natur&ëmwelt (Lux.), aber auch bedeutende NGOs wie Fairtrade Lëtzebuerg oder .ausgestrahlt, und nicht zuletzt die große luxemburgische Gewerkschaft LCGB (Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschafts-Bond). Weitere kommen laufend hinzu.

Fukushima mahnt: Original-Audio und Stimmen aus Japan

Um an die reale Gefahr der Hochrisikotechnologie zu erinnern, wurden bei der Aktion Original-Audio-Nachrichten vom Tag der Fukushima-Katastrophe 2011 über Lautsprecher abgespielt. Zudem wurde ein eindringliches Grußwort der japanischen Aktivistin Yu Kajikawa verlesen. Sie warnte die Menschen in der Grenzregion vor der Verharmlosung atomarer Risiken und forderte die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen: „Radioaktive Wolken kennen keine Grenze.“ Passend dazu verteilten die Organisator*innen die neue Info-Broschüre „Fukushima 15 Jahre danach – Verhindern, dass die Geschichte der Atomkatastrophe umgeschrieben wird“.

Breite gesellschaftliche Allianz fordert politisches Handeln

Während der Mahnwache wurden zahlreiche Unterstützer*innen-Statements prominenter Befürworter*innen verlesen. Zu den Unterstützer*innen der Kampagne zählen unter anderem der Trierer Alt-Oberbürgermeister Klaus Jensen, die als „Umweltheldin des Jahres“ ausgezeichnete Frauenärztin Dr. med. Angelika Linckh sowie der Journalist und Autor Andreas Zumach.

Markus Pflüger vom Antiatomnetz Trier verwies auf die Dringlichkeit des Protests angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen auf EU-Ebene und in Berlin: „Ein Atomkraftwerk ist schlichtweg nicht für die Ewigkeit gebaut. Die 40-Jahre-Marke ist eine absolute rote Linie. Dennoch versucht die Atomlobby aktuell, Milliarden an EU-Geldern für neue Atomprojekte und Subventionen für alte Reaktoren zu sichern. Wir fordern von der Bundesregierung klare Kante: Keine Steuergelder und keine EU-Subventionen für Atomkraft. Cattenom, ein sicherheitstechnischer Blindflug und ein existenzielles Risiko direkt vor unserer Haustür, darf nicht auch noch von uns selbst mitfinanziert werden.“

Nächste Aktion Ende April

Der Widerstand in der Region geht nahtlos weiter. Bereits für Samstag, den 25. April 2026 (ab 11:00 Uhr), kündigt das Antiatomnetz anlässlich des 40. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl die nächste Infoaktion mit Mahnwache am Pranger in Trier an.

Weitere Informationen, Bilder und die laufende Petition finden Sie unter:

www.antiatomnetz-trier.de

Zur Info-Broschüre (PDF):

Fotos zur freien Verwendung unter Quellenangabe „Antiatomnetz Trier“: