Trier, 15. März 2026. Ein bisschen Regen hält uns nicht auf! Am 11. März, dem 15. Jahrestag der verheerenden Reaktorkatastrophe von Fukushima, standen wir mit unserer Mahnwache „Am Pranger“ in der Trierer Fußgängerzone. Unser klares Ziel: Gedenken an die Opfer von 2011 und ein unübersehbares Stoppschild für die geplante Laufzeitverlängerung des Pannen-AKW Cattenom direkt vor unserer Haustür.

Trotz des widrigen Wetters haben wir viele gute Gespräche mit Passant*innen und Lokalpolitiker*innen geführt. Die Resonanz war angesichts des Wetters sehr gut und das Thema Atomkraft treibt die Menschen in der Großregion spürbar um. Das zeigte auch das mediale Interesse: Der SWR war mit einem Kamerateam vor Ort und berichtete noch am selben Abend in den Fernsehnachrichten über unseren Protest. (Hier geht es zum SWR-Bericht: SWR aktuell: Atom-Gegner warnen vor Gefahren des Atomkraftwerkes Cattenom)
Erinnern heißt Handeln: Original-Audio und Grußwort aus Japan
Um die Dringlichkeit unseres Anliegens spürbar zu machen, haben wir über Lautsprecher Original-Audio-Nachrichten vom Tag der Fukushima-Katastrophe abgespielt – ein beklemmender Moment, der vielen Passant*innen noch einmal verdeutlichte, wie schnell das „Unvorstellbare“ Realität werden kann. Eingerahmt von Musikbeiträgen verlasen wir zudem ein eindringliches Grußwort der japanischen Aktivistin Yu Kajikawa (Sayonara Nukes Berlin). Ihre Warnung aus Japan ist klar: „Radioaktive Wolken kennen keine Grenze. Die einzig sichere Vorbeugung heißt: Alle Atomanlagen sofort abschalten!“
Am Stand verteilten wir intensiv Flyer, Aufkleber und Postkarten unserer Kampagne. Ein besonderer Fokus lag auf der neuen Info-Broschüre „Fukushima 15 Jahre danach – Verhindern, dass die Geschichte der Atomkatastrophe umgeschrieben wird!“. (Die 16-seitige Broschüre könnt ihr hier als PDF herunterladen: Zur Info-Broschüre)
Überwältigender Rückenwind: 6.000 Unterschriften und prominente Stimmen!
Die Dynamik unserer Kampagne gegen die Laufzeitverlängerung von Cattenom ist fantastisch: Innerhalb von nur fünf Wochen haben bereits rund 6.000 Menschen unsere Petition unterzeichnet! Vor Ort konnten wir auf unseren Papierlisten zahlreiche weitere Unterschriften sammeln.

Gleichzeitig wächst unser Bündnis rasant. Über 30 Organisationen – darunter Schwergewichte wie der Mitinitiator der Kampagne BUND Rheinland-Pfalz, sowie außerdem .ausgestrahlt, Greenpeace Luxembourg und das Mouvement Ecologique (LUX) – unterstützen uns mittlerweile. Auf der Mahnwache konnten wir zudem starke Solidaritätsstatements namhafter Persönlichkeiten verlesen, darunter:
- Klaus Jensen (Oberbürgermeister a.D. und Honorarkonsul von Luxemburg a.D.)
- Dr. med. Angelika Linckh (Frauenärztin & Umweltheldin des Jahres / DUH)
- Prof. Dr. Karl Hans Bläsius (Informatiker und Autor)
- Wolfgang Ehmke (BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.)
- Dr. Hildegard Slabik-Münter (Kinderärztin, IPPNW)
- Andreas Zumach (Journalist und Autor)
- Raymond Becker (Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg)
Markus Pflüger (AAN Trier) betonte zudem in einem Interview am Stand die politische Dimension: „Jeder Euro aus Steuermitteln der Bundesregierung oder der EU, der in neue Atomillusionen fließt, fehlt für den dringend benötigten Ausbau erneuerbarer Energien. Wir fordern von der Bundesregierung klare Kante: Keine EU-Subventionen für Atomkraft!“
Zudem stellten wir unseren „Wahlcheck RLP“ vor, in dem wir über 50 Kandidat*innen für die Landtagswahl aus der Großregion mit Fragen zu Cattenom konfrontierten. Unseren großen Wahlcheck mit interaktivem Dashboard findet ihr hier.
Ausblick: Der nächste Termin steht!
Wir machen weiter! Am 25. April 2026 ab 11:00 Uhr (am Vortag des 40. Jahrestags der Katastrophe von Tschernobyl) rufen wir zur nächsten Infoaktion & Mahnwache in der Brotstraße (Höhe Commerzbank) in Trier auf. Merkt euch den Termin vor, kommt vorbei und bringt Freund*innen mit. Cattenom darf nicht das neue Fukushima werden!
Wer noch nicht unterschrieben hat, kann das hier nachholen: stop-cattenom.de

















