Liebe Atomkraftgegner*innen in und um Trier.
Der Widerstand in der Region wächst unaufhörlich! Unsere gemeinsame Kampagne „STOPP CATTENOM!“ mobilisiert immer mehr Menschen, und wir stehen aktuell unmittelbar davor, die großartige Marke von 8.000 Unterschriften zu knacken. Das ist ein unübersehbares Signal an die Politik – doch wir müssen den Druck jetzt, auch während der laufenden Koalitionsverhandlungen in Mainz, weiter hochhalten.
Deshalb werden wir im Nachgang zu unserem großen Wahlcheck die gewählten Abgeordneten anschreiben und insbesondere die SPD in die Pflicht nehmen. Zur Erinnerung: Die fünf gewählten SPD-Abgeordneten aus unserer Region (Teuber, Brück, Oster, Steinbach und Werner) haben in unserem Check Spitzenwerte erzielt. Fast alle gaben uns eine klare Zusage auf die Frage nach der „Verankerung der Ablehnung im Koalitionsvertrag“. Doch nun droht genau hier ein großes Risiko: In den Verhandlungen mit einem deutlich stärkeren Partner wie der CDU (über 30 %) könnte das Thema Cattenom von der SPD schnell als bloße Verhandlungsmasse geopfert werden. Das dürfen wir nicht zulassen – wir müssen die Abgeordneten jetzt an ihre Versprechen binden!
P.S.: Wir haben unsere Homepage komplett neu gestaltet und benutzerfreundlicher gemacht sowie für’s Smartphone optimiert. Schaut gerne mal rein und stöbert in den Rubriken und Artikeln.
👉 Zur neugestalteten Homepage des Antiatomnetz Trier
Hier sind die wichtigsten Neuigkeiten, Berichte und Termine für euch im Überblick:
1. Tschernobyl mahnt: Große Mahnwache in Trier am 25.4.
Am 26. April jährt sich die verheerende Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Geschichte und die Gefahr der Atomkraft verharmlost wird, während direkt vor unserer Haustür an einer hochriskanten Laufzeitverlängerung gearbeitet wird.
Deshalb gehen wir wieder auf die Straße und laden euch herzlich ein:
- Wann: Samstag, 25. April 2026, ab 11:00 Uhr
- Wo: Brotstraße (Höhe Commerzbank), Trier
Packt mit an: Wir haben am Infostand frische Plakate, Flyer, Postkarten und Aufkleber gegen die Laufzeitverlängerung vorrätig. Holt euch Material ab, fragt in euren Lieblingsgeschäften nach, ob ihr Plakate aufhängen dürft, und verteilt Flyer an Freund*innen und Bekannte!
👉 Alle Infos zur Mahnwache in unserer aktuellen Pressemitteilung
TV- und Hörtipp passend zum Jahrestag: Wir empfehlen die sehr bewegende neue Dokumentation „Tschernobyl 86 – Der Super-GAU“ (ARD). Der Film zeigt mit eindrücklichem Originalmaterial, wie sich die Ereignisse 1986 überschlugen, das System zu vertuschen versuchte und eine ungeahnte Angst entfacht wurde.
👉 Zur Dokumentation in der ARD Mediathek
(Zusatztipp: In der ARD Audiothek findet ihr ergänzend den spannenden Podcast „Tschernobyl – Die Katastrophe und wir“).
2. Klarer Auftrag nach Mainz: Cattenom-Veto in den Koalitionsvertrag!
Aus der akuten Bedrohungslage formulieren wir einen unmissverständlichen Auftrag an die künftige Landesregierung in Rheinland-Pfalz: Sie muss Farbe bekennen. Wir fordern ein klares Veto gegen den Weiterbetrieb von Cattenom, die Umsetzung aller Stresstest-Ergebnisse nach Fukushima und eine verpflichtende grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Es darf keinen sicherheitstechnischen Blindflug geben! Wir halten euch über unsere Aktivitäten dazu auf dem Laufenden.
👉 Hier geht’s zu den Original-Zusagen aus unserem Wahlcheck
3. Alarmierende Nachrichten: 60 Jahre Laufzeit für Cattenom geplant?
In der Leitung des AKW Cattenom gab es einen Wechsel: Nicolas Bachelet hat das Ruder übernommen. Während sein Vorgänger nach Paris wechselt, verkündet der neue Chef bereits seine Ziele: Er möchte die Dynamik nutzen, um den Betrieb des Kraftwerks nicht nur auf 50, sondern auf über 60 Jahre auszudehnen. Das zeigt deutlich: Die Betreiber setzen auf ein unverantwortliches „Weiter so“ auf Kosten unserer Sicherheit.
4. Kein Atom-Deal mit Putin: Stoppt die Kooperation in Lingen!
Nicht nur in Cattenom brennt es: In der Brennelementefabrik Lingen plant der Betreiber Framatome einen Einstieg des russischen Staatskonzerns Rosatom. Das würde dem Kreml direkten Einfluss auf europäische Atomanlagen ermöglichen – ein sicherheitspolitischer Skandal! Unterstützt die Aktion unserer Freund*innen von .ausgestrahlt und setzt ein Zeichen gegen diesen gefährlichen Deal.
👉 Hier online gegen den Atom-Deal unterschreiben (.ausgestrahlt / WeAct)
👉 TV-Tipp: ZDF-Dokumentation „Russlands Atomgeschäfte – Europa in der Falle“
5. Die ungelöste Müllfrage: Endlagersuche stockt, Kostenexplosion in Bure (F)
Drei Jahre nach dem Atomausstieg ist in Deutschland noch immer kein Endlager in Sicht. Die Bundesregierung hat das ursprüngliche Zieldatum 2031 nun sogar ganz gestrichen. Die Zwischenlagerung verschlingt jedes Jahr eine halbe Milliarde Euro – ein riskantes Provisorium!
Dass es andernorts nicht besser läuft, zeigt der Blick nach Frankreich: Das geplante Endlager im lothringischen Bure (nur ca. 130 km Luftlinie von Trier entfernt) wird mit mittlerweile 33,4 Milliarden Euro dramatisch teurer als geplant (zuvor 25 Mrd.). Dennoch soll das Vorhaben politisch durchgeboxt werden: Die Anhörung wurde hastig auf Mai vorgezogen. Doch der Widerstand wächst: Merkt euch schon jetzt das Protest-Festival „Les Bure’lesques“ vom 14. bis 16. August 2026 vor! Jeder weitere Tag Cattenom bedeutet mehr hochgefährlichen Müll, für den es keine Lösung gibt.
👉 ZDF-Bericht: Regierung ohne Plan für Endlager
👉 Stern: Französisches Endlager in Bure wird deutlich teurer
👉 Infos zum Protest-Festival: burefestival.org (frz.)
👉 Infos zu den Endlagern in unserer Nähe auf unserer Homepage
6. Argumentationshilfe: Warum SMRs (Mini-AKW) in die Sackgasse führen
Immer wieder preist die Atomlobby sogenannte „Small Modular Reactors“ (SMR) als vermeintliche Rettung an. Dass dies ein gefährlicher Mythos ist, zeigte Anfang April ein umfassender Online-Vortrag von Jan Haverkamp (.ausgestrahlt). Sein Fazit: SMRs sind viel zu teuer, kommen Jahrzehnte zu spät für den Klimaschutz und verschärfen das Problem des Atommülls sowie das Risiko der Weiterverbreitung von waffenfähigem Material.
Um bei Streitgesprächen fundierte Argumente schwarz auf weiß parat zu haben, empfehlen wir euch wärmstens die Aufzeichnung des Vortrags sowie die Folien.
7. Rückblick: Starkes Zeichen bei unserer Fukushima-Mahnwache
Trotz widrigen Regenwetters war unsere Mahnwache am 11. März ein voller Erfolg. Mit Original-Audio-Aufnahmen aus Japan und einem bewegenden Grußwort der Aktivistin Yu Kajikawa haben wir an die Opfer von Fukushima erinnert und ein unübersehbares Stoppschild für Cattenom aufgestellt. Das Medienecho, u.a. durch einen Beitrag in den SWR-Fernsehnachrichten, war enorm.
👉 Zum ausführlichen Bericht und den Fotos der Aktion
8. Wissen ist Widerstand: Interview & Info-Vortrag
Warum ist die Laufzeitverlängerung technisch so gefährlich? Und warum ist die oft zitierte Versorgungssicherheit auch ohne Cattenom längst belegt? Markus Pflüger erläutert in einem ausführlichen Interview die konkreten Risiken. Tipp: Unsere Expertin Elisabeth Quaré kann für detaillierte Vorträge in euren Gruppen oder Organisationen angefragt werden! Schreibt uns einfach eine E-Mail und wir stellen den Kontakt gerne her. Einen spannenden Rückblick auf ihren letzten, aufrüttelnden Infoabend in der vhs Trier findet ihr hier:
👉 Interview mit Markus Pflüger: „Cattenom weiterzubetreiben ist grob fahrlässig“
👉 Bericht: Zeitbombe Cattenom – Rückblick auf einen alarmierenden Infoabend
9. Unsere Petition: Gemeinsam zur 8.000er-Marke!
Unser überparteiliches Bündnis wächst rasant. Mit starker Unterstützung prominenter Persönlichkeiten (wie Klaus Jensen, Simone Peter oder James Marsh) und mittlerweile über 40 Organisationen aus der gesamten Großregion – darunter Schwergewichte wie der BUND, Greenpeace Luxembourg und große Gewerkschaften – sind wir eine Stimme, die in der Politik Gehör findet.
Helft uns auf den letzten Metern vor der 8.000er-Marke: Bitte teilt den Link zur Petition heute noch einmal in euren Netzwerken, im Kollegium, in Messenger-Gruppen und in der Familie!
👉 JETZT UNTERZEICHNEN: stop-cattenom.de
👉 Hier geht’s zur Übersicht aller bisherigen Presseberichte und Kampagnen-Meilensteine
Herzlichen Dank für eure unermüdliche Unterstützung.
Wir sehen uns am 25. April in Trier!
Mit besten Grüßen für das Aktionsbündnis STOPP CATTENOM!
Thomas, Elisabeth, Markus, Brigitte (und das gesamte Team)
www.antiatomnetz-trier.de | www.stop-cattenom.de
Hinweis: Bei uns haben Nazis keinen Platz!
Die Kampagne Stopp Cattenom gegen die Laufzeitverlängerung behält sich bei ihren Veranstaltungen und Aktivitäten vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.