Liebe Atomkraftgegner*innen in und um Trier,
in der Nacht zum 1. August wurde Block 1 in Cattenom wegen des anhaltenden Niedrigwassers der Mosel abgeschaltet und steht bis heute still. Da zwei weitere Blöcke ohnehin wegen Wartungsarbeiten aus sind, läuft aktuell nur noch ein einziger der vier Reaktoren. Das zeigt das Ausmaß des Engpasses: Selbst für den Betrieb von zwei Reaktoren reichte das Wasser der Mosel nicht mehr aus. Kurz zuvor hatte der Betreiber EDF bereits den Zugang zum Mirgenbach-Stausee gesperrt, um die letzten Wasservorräte für das Kraftwerk zu sichern.
Der Fall macht deutlich: Die Mosel lässt sich bei Hitze und Trockenheit nicht beliebig als Kühlwasserquelle nutzen. Der zunehmende Wassermangel setzt dem Betrieb der Meiler direkte Grenzen. Vor diesem Hintergrund noch über neue EPR2-Reaktoren an der Mosel zu diskutieren, ignoriert die ökologische Realität vor Ort.
Übrigens nicht nur Hitze und Niedrigwasser machen den französischen Atomkraftwerken derzeit zu schaffen. Im AKW Gravelines am Ärmelkanal mussten am 11. August drei der sechs Reaktoren abgeschaltet werden, weil große Mengen Quallen in die Meerwasser-Kühlanlagen gelangt waren.
Was ist eigentlich mit den verbliebenen Atomanlagen in Deutschland: neben der Urananreicherungsanlage Gronau v.a. die Brennelementefabrik Lingen? Am 22.07.26 wurde gegen viel Protest die Genehmigung für den hoch umstrittenen Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom erteilt. Warum das ein sicherheitspolitischer Wahnsinn ist und warum über 125.000 den Abbruch der Kooperation mit dem Kreml fordern, weiter unten. Ebenso warum Europas Atomstrategie beim Stresstest für die Klimakrise durchgefallen sind. Zudem Fragen zum unverantwortlich verringerten Schutz der Castortransporte von Jülich-Ahaus
Wir wollen nun die Hürde von 10.000 Unterschriften vor dem Herbst nehmen. Dafür fehlen uns aktuell nur noch wenige Hundert Stimmen. Bitte schickt die Petition nochmal oder erstmals euren Bekannten und Freund*innen:
STOPP CATTENOM – Keine Laufzeitverlängerung für das Pannen-AKW!“ – Bitte zeichnen Sie jetzt unsere Petition: https://stop-cattenom.de
Jede weitere Stimme stärkt unsere Forderung nach einer endgültigen Stilllegung.
Viele Grüße für das Antiatomnetz Trier,
Marianne, Elisabeth, Markus, Brigitte (und das gesamte Team)
www.antiatomnetz-trier.de | www.stop-cattenom.de
1. Wenn der Mosel das Wasser fehlt – die Klimaerhitzung erreicht Cattenom
dieser Sommer zeigt sehr konkret, wie Klimaerhitzung und Atomkraft miteinander in Konflikt geraten. Ende Juni belastete die außergewöhnliche Hitze die Mosel massiv. Bei Palzem wurden sehr hohe Wassertemperaturen und zeitweise bedenklich niedrige Sauerstoffwerte gemessen. Gleichzeitig mussten in Frankreich mehrere Atomreaktoren wegen zu warmer Flüsse ihre Leistung reduzieren oder abgeschaltet werden. Inzwischen hat die Entwicklung auch Cattenom unmittelbar erreicht.
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2. Quallen gegen Atomkraft
Die Elektrizitätswerke Schönau EWS posten auf Facebook: „Quallen legen Frankreichs Atomkraftwerke lahm. Extreme Hitze, Dürre, Niedrigwasser: EDF hat über 15 Prozent seiner Kapazität verloren – der größte hitzebedingte Ausfall in der Geschichte des französischen Atomparks. Erneuerbare sind die resilientere, zukunftsfähige Wahl“. Dem können wir uns nur anschließen.
Bemerkenswert: Fast genau vor einem Jahr hatte eine Quallenplage in Gravelines bereits vier Reaktoren automatisch abgeschaltet.
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3. Brennelementefabrik Lingen: Genehmigung unverantwortlich
Die Bundesregierung und das Niedersächsische Umweltministerium haben den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom genehmigt. In der gemeinsamen Pressemitteilung von Ecodefense!, .ausgestrahlt, Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*Innen im Emsland und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen wird die Kooperation von Framatome mit Rosatom im Emsland klar kritisiert:
4. Atommülltransporte Jülich-Ahaus: Unverantwortliche Kürzungen im Bereich Sicherheit
Kleine Landtagsanfrage deckt Sicherheitsskandal auf / NRW-Innenministerium streicht Schutz der Castortransporte enorm zusammen / Sicherheit wird Geld- und Zeitdruck geopfert / Heute und Morgen soll weiterer Atommüll rollen
Pressemitteilung von .ausgestrahlt dazu lesen:
Atommülltransporte Jülich-Ahaus: Unverantwortliche Kürzungen im Bereich Sicherheit
5. Klimakrise als Stresstest: Europas Atomstrategie fällt durch
Hitze und Dürre bringen Europas Atomkraftwerke an ihre Grenzen // Klimakrise verschärft die Probleme der Atomkraft // EU und Mitgliedstaaten setzen trotzdem auf neue Reaktoren und Laufzeitverlängerungen
Pressemitteilung von .ausgestrahlt dazu lesen:
Klimakrise als Stresstest: Europas Atomstrategie fällt durch
6. Werdet aktiv:
Neben unserer Petition auf stop-cattenom.de könnt ihr auch mit Aufklebern und Plakaten auf unser Anliegen hinweisen und zu Treffen kommen:
- Abholen: Holt Euch die Plakate und Aufkleber im Friedens- & Umweltzentrum (FUZ) Trier ab (meist ist dort zwischen 10:00 und 15:00 Uhr jemand in einem der Büros anzutreffen).
- Aufhängen: Hängt sie gut sichtbar in Eure eigenen Fenster! Fragt in Eurer Lieblingsbäckerei, Eurer Apotheke, in Gaststätten und Läden im Viertel nach, ob sie das Plakat aufhängen.
- Aufkleben: auf eurem Fahrrad oder Auto, an eurem Briefkasten oder auf eurer Tasche: überall wo sie gut sichtbar sind und aufgeklebt werden dürfen verschafft ihr unserem Anliegen Sichtbarkeit!
- Mitmachen: Und natürlich könnt ihr auch mal unverbindlich bei unserem Gruppentreffen vorbeischauen: jeden 2. Mittwoch im Monat von 20 – 21.30 im Friedens- & Umweltzentrum, Pfützenstr.1 54290 Trier, bitte vorher anmelden: kontakt@antiatomnetz-trier.de
Vielen Dank fürs Lesen und ggf. Weiterleiten an Freundinnen, Freunde und Bekannte! www.antiatomnetz-trier.de | www.stop-cattenom.de
Hinweis: Bei uns haben Nazis keinen Platz!
Die Kampagne Stopp Cattenom gegen die Laufzeitverlängerung behält sich bei ihren Veranstaltungen und Aktivitäten vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.