
Die Elektrizitätswerke Schönau EWS posten auf Facebook: „Quallen legen Frankreichs Atomkraftwerke lahm. Extreme Hitze, Dürre, Niedrigwasser: EDF hat über 15 Prozent seiner Kapazität verloren – der größte hitzebedingte Ausfall in der Geschichte des französischen Atomparks. Erneuerbare sind die resilientere, zukunftsfähige Wahl“. Dem können wir uns nur anschließen.
Bemerkenswert: Fast genau vor einem Jahr hatte eine Quallenplage in Gravelines bereits vier Reaktoren automatisch abgeschaltet. Hier zeigt sich ein grundsätzliches Problem: Atomkraftwerke sind in hohem Maße von ihren Kühlgewässern abhängig. An den Flüssen werden Hitze, hohe Wassertemperaturen und Niedrigwasser zum Problem, an der Küste können Veränderungen der Meeresökosysteme die Kühlwasseraufnahme beeinträchtigen. Interessant ist Gravelines auch deshalb, weil EDF nach dem Quallenereignis von 2025 zusätzliche Überwachungs- und Früherkennungsmaßnahmen angekündigt hatte – und sich das Problem nun ein Jahr später wiederholt.
