Ist Atomstrom wirklich klimafreundlich? Und was geschieht im Ernstfall, wenn es in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu einem Super-GAU kommt? Markus Pflüger vom Antiatomnetz bezieht im Interview klar Stellung zu verbreiteten Mythen und der realen Bedrohungslage für die Großregion.
Im Gespräch räumt Pflüger mit dem Narrativ der „sauberen Atomenergie“ auf: Betrachtet man die gesamte Kette – von den verheerenden Umweltschäden und CO₂-Emissionen beim Uranabbau über Anreicherung und Transport bis hin zur ungelösten Endlagerung –, ist die Bilanz mit fossilen Kraftwerken vergleichbar. Auch wirtschaftlich ist die Technologie längst ein Auslaufmodell, an dem private Großversorger mangels Rentabilität kein Interesse mehr haben.
Der Katastrophenschutzplan: Eine Illusion im Ernstfall
Besonders alarmierend sind die Aussagen zum regionalen Katastrophenschutz: Trier und die umliegenden Regionen liegen direkt in der Hauptwindrichtung von Cattenom. Die behördlichen Notfallpläne – von verspäteten Jodtablettenausgaben bis hin zum Schutz im heimischen Keller – bieten bei einer großflächigen Freisetzung radioaktiver Partikel keine echte Sicherheit. Ein Super-GAU in Cattenom würde weite Teile unserer Region unbewohnbar machen.
Wir fordern: Schluss mit den gefährlichen Laufzeitverlängerungen. Die Zukunft liegt im zügigen Ausbau dezentraler erneuerbarer Energien.
Macht mit!
Teilt dieses Video und beteiligt euch an den Aktionen des Antiatomnetzes und unterzeichnet unsere Petition, um den Druck auf die Politik in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg zu erhöhen.
Teil [1 / 2 / 3] unserer Videoreihe „Brennpunkt Cattenom“ in Kooperation mit OK54. Hier geht es zur Übersicht aller drei Videos →