Video: Die Mosel am Limit: Wie das AKW Cattenom unseren Fluss bedroht

Trockene Sommer, steigende Wassertemperaturen und chronisches Niedrigwasser setzen der Mosel spürbar zu. Doch anstatt das empfindliche Ökosystem zu schonen, dient der Fluss weiterhin als gigantischer Kühler für das französische Atomkraftwerk Cattenom.

In unserem Kurzfilm „AKW Cattenom | Fragen die bleiben“ werfen wir den Blick auf eine oft unterschätzte Dimension des Reaktorbetriebs: die akute Belastung unserer heimischen Flusslandschaft.

Erwärmung, Sauerstoffmangel und Chemiecocktails

Fast ein Drittel des Moselwassers wird bei Niedrigwasser für die Kühlung der vier Reaktorblöcke beansprucht und stark erwärmt wieder eingeleitet. Die Folgen für Fische, Kleinlebewesen und Pflanzen sind gravierend: Je wärmer das Wasser wird, desto weniger Sauerstoff kann es binden – zeitgleich steigt bei höheren Temperaturen der Sauerstoffbedarf der Tiere. Hinzu kommt der legale Eintrag chemischer Hilfsstoffe und Biozide, die eingesetzt werden, um die kilometerlangen Rohrsysteme des Kraftwerks frei von biologischem Bewuchs zu halten.

Die Mosel ist kein industrielles Versuchslabor, sondern Lebens- und Erholungsraum für Hunderttausende Menschen über Ländergrenzen hinweg. Ein Fluss, der bereits durch die Klimakrise massiv geschwächt ist, braucht Entlastung – nicht den Weiterbetrieb veralteter Industrieanlagen.

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Unterstützt unsere Forderung nach einer Stilllegung der Altreaktoren und unterzeichnet unsere Petition gegen die Laufzeitverlängerung von Cattenom.

Teil [1 / 2 / 3] unserer Videoreihe „Brennpunkt Cattenom“ in Kooperation mit OK54. Hier geht es zur Übersicht aller drei Videos →