Wenn in Cattenom der Ernstfall eintritt, verspricht die Landesregierung Schutz.
Doch die offiziellen Katastrophenschutz-Broschüren der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sind veraltet, unwissenschaftlich und verharmlosen die tatsächliche Gefahr.
Ein echter Schutz bei einem Super-GAU ist eine Illusion.
6 Gründe, warum der Notfallplan eine Katastrophe ist
1. Die 25-Kilometer-Zone ist ein Witz
Die offiziellen Pläne konzentrieren sich auf einen Radius von 25 km. Die Realität in Fukushima hat gezeigt: Verseuchung und Gesundheitsgefahren reichen weit über 100 Kilometer hinaus. Je nach Wetterlage könnten Gebiete bis zu 170 km entfernt gänzlich unbewohnbar werden – das wird in der Broschüre verschwiegen.
2. Jodtabletten: Zu spät und unzureichend (aufklappen)
Die Tabletten sollen erst im Notfall verteilt werden, während die Bevölkerung sich bereits in Kellern einschließen soll. Selbst wenn man sie rechtzeitig bekommt: Sie schützen nur vor radioaktivem Jod, nicht aber vor all den anderen verheerenden radioaktiven Stoffen in der Wolke.
3. Evakuierungs-Chaos ist vorprogrammiert (aufklappen)
Wie genau die Verkehrslenkung funktionieren soll, bleibt unklar. Was passiert mit öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen? Wo sollen sich Familienangehörige wiederfinden? Darauf gibt es keine Antworten.
4. Wer kein Auto hat, wird alleingelassen (aufklappen)
Wie sollen Menschen ohne eigene Verkehrsmittel die Gefahrenzone verlassen? Was passiert mit Pflegebedürftigen, Behinderten oder Haus- und Nutztieren? Sollen bei der Evakuierung Triage-Entscheidungen durch die Bundeswehr getroffen werden?
5. Unbrauchbares Info-Material (aufklappen)
Die in der ADD-Broschüre enthaltene Übersichtskarte bietet kaum Informationswert. Um überhaupt zu erkennen, in welcher Zone man lebt, bräuchte man eine Lupe. Im Ernstfall ist das eine absolute Zumutung.
6. Eine gefährliche Verharmlosung (aufklappen)
Die Broschüren suggerieren, die Behörden hätten die Lage im Griff. Tatsächlich fehlt für die Gebiete außerhalb der direkten Außenzone sogar ein Evakuierungsplan. Man nimmt in Kauf, dass Menschen, die sich selbst in Sicherheit bringen wollen, scheitern.
Abschalten ist der einzige wirksame Katastrophenschutz!
„Wenn Landtag, Stadt und Landkreis für eine Abschaltung von Cattenom sind, warum werden dann Vorgaben gemacht, solch unsinnige Katastrophenschutzpläne zu verteilen und der Verharmlosung das Wort zu reden?“ – Markus Pflüger, Antiatomnetz Trier
Erdbeben, Überflutungen, Dürren und andere Naturkatastrophen, Drohenangriffe und Flugzeugstürze, menschliches Versagen lassen sich nicht planen. Warte nicht auf einen Notfallplan, der dich nicht schützt.
Werde jetzt aktiv, um das Risiko endgültig abzuschalten!