Die tickenden Zeitbomben vor unserer Haustür

🚨 EIL-AUFRUF: Stoppt das Atommüll-Endlager Bure!

Die französische Atommüllbehörde ANDRA will Fakten schaffen. Die offizielle Anhörung für das gigantische Endlager „Cigéo“ in Bure – nur 130 km von Trier entfernt – läuft. Wir haben nur noch bis zum 16. Juli 2026 um 17:00 Uhr Zeit, um massenhaft Einspruch einzulegen!

Jede Stimme zählt, dokumentiert den grenzüberschreitenden Widerstand und liefert die rechtliche Basis für zukünftige Klagen. Mit unserer zweisprachigen Kopiervorlage dauert es weniger als 5 Minuten.

Ein Atomkraftwerk produziert täglich hochradioaktiven Müll, der für Hunderttausende von Jahren tödlich strahlt. Eine sichere Lösung gibt es weltweit bis heute nicht. Statt den Atomausstieg konsequent zu vollziehen, planen unsere Nachbarländer Frankreich und Belgien gigantische Atommüll-Endlager in gefährlicher Nähe zur Region Trier und der Großregion.

Wir wehren uns grenzüberschreitend gegen diese unverantwortlichen Projekte!

Atommüll-Endlager Bure (Cigéo, Lothringen, F):
Das Fundament für den Cattenom-Weiterbetrieb

Nur rund 130 Kilometer Luftlinie von Trier entfernt plant Frankreich das gigantische Endlager-Projekt Cigéo. In 500 Metern Tiefe soll der am stärksten strahlende Müll des Landes dauerhaft vergraben werden.

  • Die gigantische Dimension
    Geplant ist ein Volumen von 83.000 Kubikmetern – das entspricht mehr als 33 olympischen Schwimmbecken randvoll mit hoch- und mittelradioaktivem Atommüll. Unabhängige Geologen warnen seit Jahren vor unkalkulierbaren Risiken wie Wassereinbrüchen und Rissen im Tongestein. Besonders brisant: ANDRA plant das Vergraben von über 74.000 Fässern mit brennbarem Bitumen-Atommüll, was unter Tage zu chemischen Reaktionen, massiver Wasserstoff-Freisetzung und unkontrollierbaren Bränden führen kann.
  • Deutsche und saarländische Komplizenschaft
    Bure ist kein rein französisches Problem. Das Vorhaben wird seit Jahrzehnten mit deutschen Steuergeldern und über EURATOM mitfinanziert. Die deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR) lieferte Gefälligkeitsgutachten, und im saarländischen Lehrbergwerk Velsen wurden sogar französische Bergleute gezielt für die unterirdischen Arbeiten in Bure ausgebildet!
  • Die Lebensader für Cattenom
    Das Endlager in Bure ist kein reines Entsorgungsproblem – es ist das strategische und logistische Fundament für den jahrzehntelangen Weiterbetrieb von Cattenom. Ohne Bure droht den Reaktoren an der Mosel der logistische Atommüll-Infarkt, sobald ihre internen Abklingbecken voll sind. Wenn wir Bure stoppen, entziehen wir den Laufzeitverlängerungen für Cattenom die Lebensader!
  • Eskalation vor Ort
    Der Widerstand ist zäh, wird aber massiv unterdrückt. Im März 2026 räumte ein riesiges Polizeiaufgebot den ehemaligen Bahnhof von Luméville („La Gare“), der über 20 Jahre lang ein wichtiges Symbol des friedlichen Protests war, um die Schienen für die Castor-Transporte vorzubereiten.

Endlagersuche in Belgien:
Gefahr für unser Trinkwasser

Auch Belgien sucht nach einem geologischen Tiefenlager für seine hochaktiven Abfälle – und rückt dabei bedrohlich nah an unsere Grenze heran.

  • Direkt vor unserer Haustür
    Unter den potenziell geeigneten Gesteinsschichten (wie dem Schiefergestein der Ardennen) befinden sich Gebiete, die nur rund 70 Kilometer Luftlinie von Trier entfernt liegen. Damit läge ein belgisches Endlager noch viel näher an unserer Region als das französische Projekt in Bure.
  • Gefahr für unsere Grenzflüsse
    Ein atomarer Unfall oder schleichende Undichtigkeiten unter Tage würden die tiefen Grundwasserleiter vergiften. Über die Ardennen-Flüsse Sauer (Sûre) und Our würde entweichende Radioaktivität direkt flussabwärts in die Mosel und damit direkt an Trier vorbeigespült werden – eine existenzielle Bedrohung für das Ökosystem der Mosel und die Trinkwassergewinnung flussabwärts!
  • Bedrohung für die Großregion
    Auch wenn das saarländische Moselufer in Perl flussaufwärts der Einmündungen von Sauer und Our liegt, betrifft dieses Projekt die gesamte Großregion. Ein Endlager in unmittelbarer Grenznähe bedeutet eine massive Zunahme von hochgefährlichen Castor-Transporten auf den Schienen- und Straßennetzen des Saarlands, Luxemburgs und Rheinland-Pfalz‘. Wir stehen deshalb als trinationale Allianz fest zusammen!
  • Unser Protest
    Wir fordern auch von der belgischen Regierung: Kein Einstieg in die Endlagersuche, solange in Belgien weiterhin Atommüll produziert wird! Auch wenn die rissanfälligen Altreaktoren Doel 3 und Tihange 2 inzwischen dauerhaft abgeschaltet sind, ist die beschlossene Laufzeitverlängerung der verbleibenden Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 bis mindestens 2035 ein fataler Irrweg. Erst wenn kein neuer Müll mehr produziert wird, kann eine ehrliche, ergebnisoffene Debatte beginnen.

  • Bure Zone Libre / Maison de Résistance
    Die Webseite des Widerstandshauses direkt im Dorf Bure. Unterstützt die Aktivist*innen vor Ort mit Spenden oder helft beim Erhalt des Hauses!
  • Réseau „Sortir du nucléaire“
    Das große französische Anti-Atom-Netzwerk mit aktuellen, unabhängigen Berichten direkt aus Frankreich.
  • Bure Stop 55
    Lokale Bürgerinitiative aus dem Département Meuse, die den juristischen und praktischen Widerstand vor Ort koordiniert.

Je mehr Atomstrom, desto mehr Atommüll.

Die einzige Möglichkeit, diesen Wahnsinn zu stoppen, ist, keinen weiteren Müll zu produzieren.
Dreh der Atomindustrie den Geldhahn zu!

Bure STOP Aufkleber